Der EHC Saastal hat den Ligaerhalt vorzeitig geschafft: Das klare 6:1 über Tramelan bedeutete den 3:1-Endstand in den Playout-Halbfinals und damit das Saisonende.
Die Voraussetzungen waren bei minus 15 Grad schwierig, und Saastal kam damit deutlich besser zurecht als sein Gegner. Bei guter Schiedsrichterleistung bewegte sich das Playout-Spiel jederzeit im Rahmen der Fairness, obwohl viel auf dem Spiel stand. Nur einmal musste der Oberwalliser 1.-Ligist, der entschlossen ins Spiel stieg, zweifeln: Kohler (14.) brachte Tramelan mit 0:1 in Führung, nur 30 Sekunden später glich Ralph Zurbriggen zum 1:1 aus. Eine mental wichtige Reaktion, und ohnehin erwies sich der 18-jährige Stürmer als einer der Auffälligsten seines Teams. Den Unterschied machte Saastal im Mitteldrittel. Gnädinger (23., 2:1) brachte sein Team erstmals in Führung und erzielte dabei das erste seiner drei Tore, Burgeners 3:1 (26.) war für den Gegner schon so etwas wie ein Knackpunkt. Und als Gnädinger noch vor der zweiten Drittelspause zum 4:1 traf, war die Entscheidung endgültig gefallen. Das letzte Drittel nutzte Saastal noch zur Kür, Wyer und Gnädinger (46.) erhöhten innert 23 Sekunden noch zum klaren 6:1. Tramelan fand nach der Führung und der darauffolgenden Wende eigentlich nie ins Spiel zurück, Saastal und seine Entschlossenheit verhinderte dies. «Defensiv agierten wir diszipliniert und gestanden dem Gegner nur wenige Torchancen zu», so Trainer Stéphane Python, «zudem funktionierte unser Powerplay.» Damit feierte das Team den vorzeitigen Ligaerhalt, die Planung der nächsten Saison kann in Angriff genommen werden. Die wichtigste Akte ist diejenige des Trainers. Stéphane Python, in der Endphase der Meisterschaft für den entlassenen Karel Trachta gekommen und in den Playout-Halbfinals den Ligaerhalt schlussendlich souverän geschafft, dürfte damit Wunschkandidat sein. «Derzeit ist alles offen», so Python. «Wir haben bereits über die Zukunft gesprochen, meine Erfahrung hier war durchaus positiv. Doch ich will jetzt erst mal abwarten und abschätzen, bevor eine Entscheidung fällt.» Damian Borter